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Terrorismusbekämpfung

Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wird intensiv über die Frage diskutiert, wie terroristischer Gewalt entgegengewirkt werden kann. Im deutschsprachigen Raum wird diesbezüglich der Begriff Terrorismusbekämpfung verwendet, der sich zur Diskussion dieser Frage aber nur dann eignen kann, wenn er die Gesamtheit der vom Terrorismus eingesetzten Mittel umfasst, und nicht auf militärische und polizeiliche Mittel verengt wird.

Für den Frieden stellen terroristische Gewalt sowie ungeeignete und ungerechte Maßnahmen zu dessen Bekämpfung gleichermaßen Gefährdungen dar. Aus friedensethischer Perspektive stellt sich insofern die Frage, wie Terrorismus in gerechter und friedensfördernder Weise ethisch verantwortbar entgegengetreten werden kann. Basierend auf dem Leitbild vom gerechten Frieden, das in Deutschland von den beiden großen Kirchen in Anlehnung an die Ökumenische Versammlung in der DDR (1989) in den Dokumenten „Gerechter Friede“ (2000) und „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ (2007) entfaltet wurde, soll in diesem Projekt versucht werden, einen Beitrag zur Beantwortung dieser Frage zu leisten. Die beiden genannten Texte und einige weitere Kirchendokumente enthalten bereits diverse Aussagen zur Bekämpfung von Terrorismus, die in diesem Kontext zu beachten sind. Weitere Aspekte und Argumente zur Problematik sind indes in wissenschaftlichen Ansätzen zur Terrorismusbekämpfung in die Diskussion eingebracht worden, die daher in einem weiteren Methodenschritt aus der Perspektive des gerechten Friedens analysiert werden sollen. Von diesen Analysen soll der Bogen schließlich zurück zur kirchlichen Friedensethik geschlagen werden, um zu reflektieren, welche Konsequenzen sich aus diesen Ansätzen für eine Terrorismusbekämpfung ergeben, die friedensethischen Anforderungen gerecht wird.

 

Projektbearbeiter: Michael Hörter, M.A.
E-Mail: hoerter@ithf.de
Telefon: +49 (0)40 / 67 08 59 - 15